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1206 - so erzählt eine alte Dichtung - sollen sich sechs Sänger und Dichter, darunter Wolfram von Eschenbach und Walther von der Vogelweide, zu einem nicht ganz friedlichen Wettstreit auf der Wartburg zusammengefunden haben. Während in allen Liedern um die Gunst des Gastgebers Hermann gebuhlt wurde, trat der österreichische Heinrich von Ofterdingen mit einem Loblied auf seinen eigenen Herrn, den Babenberger Herzog Leopold, auf - und verlor.
Wie zuvor vereinbart, sollte das schlechteste Lied mit dem Tode bestraft werden. Aber indem der Scharfrichter Stempfel schon die Hand nach ihm ausstreckte, erbat sich Ofterdingen bei der mitleidigen Landesherrin eine Gnadenfrist, gewann schließlich den ungarischen Magier Klingsor zur Schlichtung des Streites und rettete so Ansehen und Leben.
Begleiten Sie uns auf einen virtuellen Rundgang durch das Hauptgebäude der mittelalterlichen Burg, den Palas.