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Gotisches Aquamanile, niedersächsisch, Ende 13. Jahrhundert, Gelbguss

Ein Aquamanile ist ein Gefäß, das zu Handwaschungen diente. Sein Gebrauch ist schon aus der Antike bekannt, Eingang in die abendländische Welt fand es vermutlich zur Zeit der Kreuzzüge. Die Nutzung des Aquamaniles reichte von der Waschung der Hände des Priesters während der Messe bis zur zeremoniellen Reinigung am Tisch weltlicher Herrscher.

Das gotische Gießgefäß weist die Gestalt eines schlanken Löwen auf. Die Ähnlichkeit dieser Darstellung mit dem Tierkreisbild auf mittelalterlichen Holzschnitten und die heraldische Bedeutung des Löwen als Symbol von Macht, Mut und Gerechtigkeit lassen vermuten, dass dieses Gießgefäß ausschließlich profanen Zwecken diente.


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